Hochaufgelöste MRT-Bildgebung zur Früherkennung der Alzheimer-Erkrankung

Projektdetails:

Thematik:Diagnostik
Förderstatus:abgeschlossen
Art der Förderung:Standard Projekt
Institution:Max Planck Institut für biologische Kybernetik (Tübingen), Leiden University Medical Center (Niederlande)
Projektleiter:Prof. Dr. Klaus Scheffler und Prof. Dr. Andrew Webb
Laufzeit:01. November 2015 - 31. Oktober 2017
Fördersumme:73.000,00 Euro
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Eine frühe Alzheimer-Diagnose ist unentbehrlich für eine Behandlung. Unterstützen Sie darum Projekte wie dieses mit einer Fördermitgliedschaft.


Was wird erforscht?

Trotz Fortschritten in der Alzheimer-Diagnose erweist sich besonders die so wichtige Frühdiagnostik bisher als schwierig. Prof. Dr. Scheffler vom Max Planck Institut für biologische Kybernetik in Tübingen und Prof. Dr. Webb vom Leiden University Medical Center möchten die MRT (Magnetresonanztomographie)-Bildgebung für die Frühdiagnostik nutzen.

Wie gehen Prof. Klaus Scheffler und Prof. Andrew Webb dabei vor?

Bisher konnte mit der MRT-Bildgebung hauptsächlich der Gewebeschwund des Gehirns als Nachweis für die bereits fortgeschrittene Alzheimer-Krankheit diagnostiziert werden. Diese Methode eignet sich somit bislang nicht zur Frühdiagnostik. Scheffler und Webb möchten mit ultrahohen Magnetfeldstärken (9.4 Tesla) ermöglichen, auch feinste Veränderungen, wie die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques, schnell und zuverlässig zu erkennen.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Die Erkenntnisse aus der hochaufgelösten MRT-Bildgebung sollen in die klinische Routinediagnostik der Früherkennung von Alzheimer fließen.

Was konnten Prof. Klaus Scheffler und Prof. Andrew Webb herausfinden?

Anhand der MRT-Messungen an Alzheimer-Patienten konnten robuste Messprotokolle und Bildrekonstruktionsmethoden für feinste Gehirnveränderungen erfolgreich entwickelt werden. Diese Untersuchungen werden derzeit weitergeführt.
Bei zusätzlichen Messungen an entnommenen Hirngewebe-Proben von Alzheimer-Patienten konnten die Forscher Signalveränderungen feststellen, die auf verändertes Gewebe und somit möglicherweise auf die Amyloid-Plaques hindeuten. Es konnten auch indirekte Effekte der Eiweißablagerungen beobachtet werden. Diese Ergebnisse eröffnen den Weg in Richtung der modernen, nicht-invasiven Alzheimer-Diagnose mit Hilfe des MRT.

Wofür wurden die Fördermittel verwendet?

Von den Fördermitteln wurden Personalkosten (60.600 Euro), Verbrauchsmaterialien (6.000 Euro) und die Magnetresonanztomographie (6.400 Euro) bezahlt.

Foto: Jörg Abendroth / Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik


Forschersteckbrief:

Prof. Dr. Klaus Scheffler und Prof. Dr. Andrew Webb

Jahrgang:
50
Alzheimer-Forscher seit:
1995
Geburtsort:
Tübingen
Familienstand:
verheiratet, 2 Kinder

Hobbys:
Gold schürfen

Ich bin Alzheimer-Forscher, weil...

Ich erforsche neue Möglichkeiten der MR-Bildgebung bei sehr hohen Magnetfeldern zur Frühdiagnose struktureller und funktioneller Veränderungen im Gehirn.

Ich möchte mit meiner Forschung erreichen, dass...

MRT in der Zukunft zur Frühdiagnose eingesetzt werden kann.

Die Förderung der AFI ist für mich wichtig, weil...

sie mir ermöglicht, diese interessante Forschung durchzuführen.


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Zehn Jahre hat Christa Schneider ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Trudi begleitet. In einem bewegenden Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Ihr Fazit: vorbeugen so gut es geht und spenden für die Alzheimer-Forschung.

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