Perfusions-MRT bei leichter kognitiver Beeinträchtigung und leichter Alzheimer-Demenz

Projektdetails:

Thematik: Diagnostik
Förderstatus: abgeschlossen
Art der Förderung: Standard Projekt
Institution: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Psychiatrische Universitätsklinik
Projektleiter: Dr. Peter Schönknecht
Laufzeit: 01. November 2005 - 30. Oktober 2007
Fördersumme: 66.000,00 Euro
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Projektbeschreibung

Die Alzheimer-Demenz (AD) ist durch eine Reihe kognitiver Störungen, wie z. B. Be­einträchtigungen von Gedächtnis, Sprache und abstraktem Denken, gekennzeichnet, die eine Einschränkung der alltagspraktischen Fertigkeiten nach sich ziehen. Diese Symptome treten bereits auf, bevor das klinische Vollbild erreicht ist. Da davon aus­gegangen wird, dass therapeutische Strategien in den leichten Stadien der Erkrankung am wirkungsvollsten sind, ist eine frühzeitige Diagnose der AD erforderlich. Volumetrische MRT-Messungen des Gehirns haben gezeigt, dass bestimmte Gehirnregionen des medialen Temporallappens bereits in einem Anfangsstadium betroffen sind. Die Perfusions-MRT könnte eine attraktive Alternative darstellen, da sie zusammen mit einer strukturellen MRT-Untersuchung  durchgeführt werden kann und kostengünstiger als die PET ist. Bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB) und AD wurde die Perfusions-MRT noch nicht systematisch erforscht.

Eine systematische Evaluierung der strukturellen und funktionellen Veränderungen in den Frühstadien der AD kann das Verständnis des Zusammenhangs zwischen klinischen Symptomen und zerebralen Veränderungen bei LKB verbessern und ist für die Entwicklung von psychologischen Interventionen von Bedeutung. In der Studie sollen Muster der funktionellen und strukturellen Veränderungen bei Patienten mit LKB und AD mit Hilfe der MRT und im Vergleich zur PET im Langzeitverlauf beschrieben werden.

Dr. Peter Schönknecht und seine Mitarbeiter gehen davon aus, dass die LKB durch bestimmte strukturelle und funktionelle Veränderungen des medialen Temporallappens charakterisiert ist, die sich im klinischen Verlauf bei Patienten verstärken, die später eine AD entwickeln. Des Weiteren besteht die Annahme, dass in der Perfusions-MRT und der PET ähnliche Muster der zerebralen Veränderung auftreten, die mit spezifischen neuropsychologischen Defiziten in einem Zusammenhang stehen, die in Abhängigkeit von Bildungsniveau und Trainingsgrad variieren können.

Abschlussbericht

Brain imaging methods such as[18F]fluorodeoxyglucose (FDG) positron emission tomography (PET) may support early and differential diagnosis of mild cognitive impairment (MCI) and Alzheimer’s disease (AD). However, there is still debate which reference area for intensity normalization should be preferred. In the present study, for the first time to our knowledge cerebral global mean and cerebellar intensity normalization procedures were compared among patients with MCI, AD, and controls.

Whereas cerebellar normalization was superior in identifying patients with MCI and AD compared with controls, global normalization provided higher contrasts for the differential diagnosis between MCI and AD. However, paradoxical hypermetabolism could only be excluded by cerebellar normalization. The results of our study indicate the impact of the reference area for investigating the cerebral glucose metabolism by FDG PET.

While the cerebellar intensity normalization is superior for early diagnosis of AD and MCI, global normalization is more sensitive for differential diagnosis between MCI and AD. MRI perfusion may add to MCI diagnosis if applied together with other structural and functional brain imaging methods but has to be investigated further.

Wissenschaftliche Publikationen auf Basis des geförderten Projekts

Küntzelmann, A., Guenther, T., Haberkorn, U., Essig, M., Giesel, F., Henze, R., Schroeter, M.L., Schröder, J., Schönknecht, P. (2013). Impaired cerebral glucose metabolism in prodromal Alzheimer's disease differs by regional intensity normalization. Neuroscience Letters, 534:12-7.



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