Verbesserter Abtransport der giftigen Amyloid-Beta Proteine über die Blut-Hirn-Schranke

Projektdetails:

Thematik:Ursachenforschung
Förderstatus:laufend
Art der Förderung:Standard Projekt
Institution:Universitätsmedizin Mainz, Institut für Pathobiochemie
Projektleiter:Prof. Dr. Claus Pietrzik
Laufzeit:01. Januar 2021 - 31. Dezember 2023
Fördersumme:120.000,00 Euro
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Um Alzheimer zu heilen, müssen wir die Ursachen der Krankheit entschlüsseln – ein langwieriger Prozess. Helfen Sie uns darum mit einer Fördermitgliedschaft.


Was wird erforscht?

Typisch für die Alzheimer-Krankheit sind Ablagerungen von Beta-Amyloid Proteinen im Gehirn. Man geht davon aus, dass die Zunahme dieser giftigen Proteine mit dem Entstehungsprozess der Alzheimer-Krankheit einhergeht. Die Ursache kann entweder in der vermehrten Bildung oder im verminderten Abbau dieses Proteins liegen. Der Abtransport erfolgt über die Blut-Hirn-Schranke. Bei der Alzheimer-Krankheit scheint dieser Abbau schlechter zu funktionieren. Die meisten therapeutischen Maßnahmen greifen direkt im Gehirn an. Dies ist aber besonders schwierig, weil die Blut-Hirn-Schranke verhindert, dass Wirkstoffe ins Gehirn gelangen. Prof. Dr. Claus Pietrzik von der Universitätsmedizin Mainz wird deshalb in diesem Forschungsprojekt versuchen den Abtransport der Beta-Amyloid Proteine außerhalb des Gehirns zu stimulieren.

Wie geht Prof. Dr. Claus Pietrzik dabei vor?

Die Arbeitsgruppe von Prof. Pietrzik wird dieser Frage in einem Mausmodell nachgehen. Durch den Einsatz von speziellen Antikörpern wird ein bestimmtes Transportprotein aktiviert. Dieses Transportprotein sitzt an der Blut-Hirn-Schranke, aber außerhalb des Gehirns. Dadurch soll der Abbau des Beta-Amyloid Proteins verbessert werden, ohne dass Wirkstoffe ins Gehirn gelangen.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Ziel ist es, einen neuen Ansatzpunkt zur möglichen Behandlung der Alzheimer-Krankheit zu eröffnen, bei der die Blut-Hirn-Schranke umgangen werden kann.

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Die Fördermittel werden für die Anstellung eines Mitarbeiters (84.000 Euro) verwendet sowie für die Teilnahme an Kongressen (3.000 Euro). Außerdem werden Labormaterialien benötigt (33.000 Euro).

Sehen Sie sich die Videobotschaft von Prof. Dr. Pietrzik an.

Foto: Prof. Dr. Claus Pietrzik


Forschersteckbrief:

Prof. Dr. Claus Pietrzik

Jahrgang:
1966
Alzheimer-Forscher seit:
1998
Geburtsort:
Geseke
Familienstand:
verheiratet

Hobbys:
Segeln

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Ich bin Alzheimer-Forscher, weil…

es weiterhin große Verständnislücken bei dem Entstehen und dem Fortschreiten der sporadischen Alzheimer-Krankheit gibt. Ich möchte einen Beitrag, so klein wie er auch sein mag, leisten, um einen Baustein zum Verständnis des Gesamtkomplexes der Entstehung der Alzheimer-Krankheit liefern zu können.

Mein Forschungsprojekt ist besonders aussichtsreich, weil…

wir versuchen ein bereits anderweitig eingesetztes und zugelassenes Medikament im Mausmodell für die Behandlung von Alzheimer Symptomatiken zu untersuchen.

Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren…

Therapieansätze erforschen kann, die frühzeitig in den Entstehungsprozess der Erkrankung eingreifen können. Das grundsätzliche Verständnis der Krankheitsentstehung wird uns helfen einen Weg in Richtung dieses Ziels zu finden.

Persönliche Nachricht:

Sehr geehrte Spenderinnen und Spender, meine Arbeitsgruppe und ich bedanken uns ganz herzlich für Ihre großzügige Unterstützung! Durch Ihr uneigennütziges Engagement für die Alzheimer-Forschung kann unser Projekt zeitnah umgesetzt werden. Ihre direkte Unterstützung kann nicht hoch genug angerechnet werden, da Sie bereits indirekt seit vielen Jahren die deutsche Forschungslandschaft unterstützen, denn Sie zahlen Steuern. Jetzt haben Sie sich entschlossen nochmals unterstützend einzugreifen, durch die direkte Förderung der Alzheimer-Forschung und in diesem Fall unseres Projektes mit einem theoretischen Therapieansatz. Im Gegensatz zu den steuerlich unterstützten Förderungsinstrumenten, welche die gesamte Forschungslandschaft in Deutschland fördern, wie z.B. der Deutschen Forschungsgemeinschaft, kann die AFI zielgerichtet krankheitsbezogen einzelne Projekte stärken. Nur durch Ihre Hilfe ist dies möglich und wird von allen Alzheimer-Wissenschaftlern und ebenfalls von mir mit Dankbarkeit und Demut honoriert. Denn Ihre Unterstützung zeigt uns, dass wir besser werden müssen, um die Krankheit zu verstehen und gegebenenfalls behandeln zu können.


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Zehn Jahre hat Christa Schneider ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Trudi begleitet. In einem bewegenden Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Ihr Fazit: vorbeugen so gut es geht und spenden für die Alzheimer-Forschung.

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