Diagnostik bei Alzheimer und vaskulärer Demenz verbessern

  |   Forschung

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz. Viele Menschen mit Alzheimer haben aber zusätzlich Veränderungen an den Hirngefäßen, die für eine vaskuläre, also gefäßbedingte, Demenz typisch sind. Bislang ist es schwierig, bei der Diagnosestellung den Anteil der Alzheimer-Krankheit und den der vaskulären Demenz an den Symptomen des Patienten zu bestimmen. Dies wäre allerdings für eine individuelle Therapie von großer Bedeutung.

Privatdozent Dr. Marco Düring vom Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung des Klinikums der Universität München (Ludwig-Maximilians-Universität, LMU) und Prof. Dr. Geert Jan Biessels vom Brain Center Rudolf Magnus in Utrecht möchten mit einem modernen Bildgebungsverfahren die Diagnostik bei der Alzheimer-Krankheit und der vaskulären Demenz verbessern.

Privatdozent Dr. Marco Düring
Privatdozent Dr. Marco Düring


Wir möchten Marco Düring bei diesem zweijährigen Projekt mit 50.000 Euro unterstützen, unser niederländischer Kooperationspartner Alzheimer Nederland will Geert Jan Biessels ebenfalls 50.000 Euro zur Verfügung stellen.

Therapie besser an Patienten anpassen

„Wir werden ein innovatives Bildgebungsverfahren einsetzen, das die Beweglichkeit von Wasser im Hirngewebe sichtbar und messbar macht“, sagt Marco Düring. „Dabei handelt es sich um die so genannte Diffusions-Tensor-Bildgebung (DTI). Das ist eine spezielle Art der Magnetresonanztomographie (MRT).“ Mit dem DTI-Verfahren werden Patienten aus Gedächtnissprechstunden aber auch Menschen mit erblichen Varianten der Alzheimer-Krankheit sowie der vaskulären Demenz untersucht.

„Das neue Bildgebungsverfahren soll zukünftig die Auswirkungen sowohl der Alzheimer-Krankheit als auch der vaskulären Demenz bestimmen. Dadurch kann die Therapie besser an den einzelnen Patienten angepasst und letztlich erfolgreicher eingesetzt werden“, sagt Düring.

Aktuell starten elf neue Forschungsprojekte im Gesamtwert von 690.264 Euro. Insgesamt konnten wir bislang 201 Forschungsaktivitäten von engagierten Wissenschaftlern mit über 8,4 Millionen Euro finanzieren.

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