DemTect-Test:
Was der kognitive Kurztest zeigt – und was nicht

Der DemTect ist ein kurzer kognitiver Test.

Er hilft Ärztinnen und Ärzten dabei, zu entscheiden, ob Gedächtnisprobleme oder andere kognitive Veränderungen weiter abgeklärt werden sollten.

Wichtig ist: Der DemTect ist kein Online-Selbsttest und kann eine ärztliche Diagnose nicht ersetzen.

Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch, dass eine Alzheimer-Erkrankung oder eine andere Demenz vorliegt. Es zeigt jedoch, dass die Beschwerden weiter abgeklärt werden sollten.

Was wird beim DemTect geprüft?

DemTect steht für „Demenz-Detektion“. Die aktuelle S3-Leitlinie Demenzen führt den DemTect unter orientierenden kognitiven Kurztests auf, die dazu dienen, das kognitive Leistungsniveau grob einzuschätzen.

Der Test besteht aus mehreren kurzen Aufgaben. Geprüft werden unter anderem:

  • Gedächtnis und Lernen: Begriffe merken und später wiedergeben
  • Aufmerksamkeit: Informationen kurz im Kopf behalten und verarbeiten
  • Geistige Beweglichkeit: zwischen verschiedenen Denkaufgaben wechseln
  • Sprache und Wortfindung: möglichst viele Begriffe aus einer bestimmten Kategorie nennen
  • Erinnerung nach einigen Minuten: zuvor gelernte Begriffe erneut abrufen

Die Durchführung dauert meist nur wenige Minuten und sollte von Ärztinnen, Ärzten oder geschultem Fachpersonal übernommen werden, zum Beispiel in einer Hausarztpraxis, neurologischen Praxis oder auch einer Gedächtnisambulanz. Wichtig für die Aussagekraft des Tests ist es, dass man den Test nicht zu Hause schon einmal übt. Daher wird davon abgeraten, im Internet nach Testfragen zu suchen.

Was sagt das Ergebnis des DemTect aus?

Der DemTect ergibt am Ende einen Punktwert. Dieser Wert hilft Ärztinnen und Ärzten einzuschätzen, ob die geistige Leistungsfähigkeit altersentsprechend ist oder ob es Hinweise auf eine kognitive Beeinträchtigung gibt.

Die Punktzahl allein reicht aber nicht für eine Diagnose. Entscheidend ist die ärztliche Gesamteinschätzung:

  • Welche Beschwerden gibt es im Alltag?
  • Welche Vorerkrankungen oder Medikamente spielen eine Rolle?
  • Gibt es Hinweise auf Depressionen, Schlafprobleme oder andere behandelbare Ursachen?

Ein auffälliges Ergebnis bedeutet daher nicht automatisch, dass eine Alzheimer-Erkrankung oder eine andere Demenz vorliegt. Es zeigt aber, dass weitere Untersuchungen sinnvoll sein können.

Wie zuverlässig ist der DemTect?

Wie aussagekräftig der DemTect ist, hängt auch von der Testsituation ab. Müdigkeit, Stress, Nervosität, akute Erkrankungen, Depressionen, Medikamente sowie Hör- oder Sehprobleme können das Ergebnis beeinflussen. Auch Sprache, Bildungsweg und Vertrautheit mit Tests können eine Rolle spielen.

Deshalb schauen Ärztinnen und Ärzte nicht nur auf den Punktwert. Sie berücksichtigen auch, wie die getestete Person im Alltag zurechtkommt und ob es mögliche andere Erklärungen für die Beschwerden gibt.

Je nach Fragestellung können weitere kognitive Tests oder eine ausführlichere neuropsychologische Untersuchung sinnvoll sein.

Was passiert nach einem auffälligen Ergebnis?

Nach einem auffälligen DemTect können weitere Untersuchungen folgen, zum Beispiel:

  • ausführlichere kognitive oder neuropsychologische Tests,
  • Blutuntersuchungen,
  • eine Überprüfung der Medikamente,
  • die Abklärung von Depressionen oder anderen psychischen Belastungen,
  • bildgebende Untersuchungen wie MRT oder CT,
  • eine Überweisung in eine neurologische oder psychiatrische Praxis oder in eine Gedächtnisambulanz.

Wenn die getestete Person einverstanden ist, können auch Angehörige einbezogen werden. Sie können Veränderungen im Alltag oft gut beschreiben.


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Quellen

Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V. and Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V., editors. S3-Leitlinie Demenzen. Version 6.0, 24 Feb. 2026, AWMF-Registernummer 038-013, register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013. Abgerufen 10. Juli 2026.

Letzte Aktualisierung: Juli 2026

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