Kurt Kaufmann-Preis geht an Düsseldorfer Forscherin Annette Limke

Annette Limke am Mikroskop
  |   Forschung

Die Alzheimer-Forscherin Annette Limke vom IUF – Leibniz Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf erhält unseren mit 10.000 Euro dotierten Kurt Kaufmann-Preis. Die 31-Jährige untersucht die Auswirkungen von Ultrafeinstaub auf das Alzheimer-Risiko. „In den letzten Jahren gab es zunehmend Hinweise darauf, dass kleinste Partikel aus dem Kraftverkehr einen Risikofaktor für Alzheimer darstellen. Menschen, die in der Nähe von vielbefahrenen Straßen wohnen, haben ein höheres Risiko vorzeitig an Alzheimer zu erkranken. Für Auspuffgase typischer Ultrafeinstaub ist im menschlichen Gehirn nachweisbar“, sagt die Preisträgerin.

Um die Luftschadstoffe zu ermitteln, die das Alzheimer-Risiko erhöhen könnten, arbeitet Annette Limke mit dem transparenten Fadenwurm Caenorhabditis elegans. Dieser wird mit verschiedenen Ultrafeinstäuben belastet. Anschließend werden die Fadenwürmer auf die typischen Merkmale der Alzheimer-Erkrankung wie Proteinablagerungen aus Beta-Amyloid sowie Degeneration der Nervenzellen hin untersucht. Der Test wird so entwickelt, dass er auch andere Umweltschadstoffe identifizieren kann, die im Fadenwurm Alzheimer auslösen. Zudem werden Substanzen ermittelt, die dem Krankheitsprozess entgegenwirken. Ziel ist es, neue Erkenntnisse zur Entstehung der Alzheimer-Krankheit und zur Prävention der häufigsten Form der Demenz zu gewinnen.

Der bereits vierte Kurt Kaufmann-Preis ist dem Thema „Einfluss von Umweltfaktoren auf die Alzheimer-Krankheit“ gewidmet. Die thematische Ausrichtung dient dazu, Impulse zu geben und das Forschungsgebiet weiter zu fördern. Der Namensgeber des Preises, Kurt Kaufmann, war an Alzheimer erkrankt. Seine Ehefrau Gertrud Maria Kaufmann hatte uns in ihrem Testament bedacht, um die Alzheimer-Forschung zu unterstützen und zugleich ihres Mannes zu gedenken. Dies geschieht in Form des Kurt Kaufmann-Preises.

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