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AFI fördert erstmals Pflegeforschung: 500.000 Euro für neues Schulungsprogramm

Dr. Ann-Kristin Folkerts (li.) und Prof. Elke Kalbe mit Schulungsmaterialien.
 |  Forschung

Die AFI unterstützt erstmals ein Projekt im Bereich Pflegeforschung: Mit 500.000 Euro fördert sie die Weiterentwicklung und Überprüfung des Programms „24/7 Kognitive Stimulation für Menschen mit Demenz (CogStim24)“.

Ein vertrauter Duft, Erinnerungen an frühere Zeiten oder das Vervollständigen eines Sprichwortes – oft sind es einfache Dinge, mit denen man Menschen mit Demenz erreichen kann. Im Alltag von Menschen mit Demenz fehlen jedoch häufig Möglichkeiten für geistige Anregung und soziale Interaktion.

Das Programm „24/7 Kognitive Stimulation für Menschen mit Demenz (CogStim24)“ wurde an der Medizinischen Fakultät und Uniklinik Köln der Universität zu Köln von Dr. Ann-Kristin Folkerts und Prof. Dr. Elke Kalbe in Kooperation mit Prof. Dr. Sascha Köpke entwickelt. Es zeigt Pflege- und Betreuungspersonen, wie sie Menschen mit Demenz im Alltag aktivieren können – flexibel eingebunden in Pflege- und Betreuungssituationen wie Waschen, Anziehen oder Essen.

In der 11-wöchigen Schulung lernen Pflege- und Betreuungspersonen vielfältige Methoden kennen – von biografischer Arbeit über Sinnesanregung mit Musik bis hin zu Bewegung und kleinen Denkaufgaben. Erste Studien bestätigen die Alltagstauglichkeit. Nun soll CogStim24 in einer Wirksamkeitsstudie weiterentwickelt und dauerhaft in der Praxis verankert werden.

Mit dieser Förderung startet die AFI zu ihrem 30-jährigen Bestehen einen neuen Schwerpunkt: Neben der Grundlagenforschung wird künftig jedes Jahr ein Projekt aus der Pflegeforschung unterstützt. Die Summe von 500.000 Euro ist die höchste Einzelbewilligung in der Geschichte der AFI.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.


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