Forschungsförderung aus persönlichem Engagement

Helga Steinle-Preis

Bei Helga Steinle wurde 2015 die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert. Seitdem haben sie und ihr Mann Dieter sich mit viel Herzblut für die Alzheimer-Forschung stark gemacht. 2017 gründeten die Eheleute aus dem schwäbischen Gäufelden die treuhänderische Helga und Dieter Steinle-Stiftung unter dem Dach der Stiftung Alzheimer Initiative. Helga Steinle starb im Februar 2018. Dieter Steinle setzt das gemeinsame Engagement nun mit großem Einsatz fort. Lesen Sie hier ein Interview mit dem Stifter.

Unter dem Dach der Stiftung Alzheimer Initiative fördert die Helga und Dieter Steinle-Stiftung mit einem Forschungspreis Grundlagen-, Diagnose- und Therapieforschung.

„Wenn man weiß, wie weit die Krebsforschung heute in ihrer Effizienz gediehen ist, ist das ein gutes Beispiel, dass wir wirklich etwas bewirken können, wenn wir uns auf die Alzheimer-Forschung konzentrieren und auch die Gelder bereitstellen.“


Dieter Steinle, Stifter

Ausschreibung und Auswahl des Preisträgers oder der Preisträgerin 2023

Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird seit 2019 alle zwei Jahre vergeben. Die Auswahl des Preisträgers oder der Preisträgerin für das Jahr 2023 erfolgt im November 2022 kostensparend im Rahmen der Ausschreibung der Standard- und Pilot-Projekte. Für die Qualitätssicherung sorgt der Wissenschaftliche Beirat aus anerkannten Alzheimer-Professoren und Professorinnen verschiedener Fachrichtungen. Der Beirat ermittelt die jeweils besten Forschungsprojekte eines Geschäftsjahres. Dabei geht es um die wissenschaftliche Qualität und die Relevanz für die Alzheimer-Forschung, aber auch um die Expertise des Forschers oder der Forscherin, die Ausstattung und Rahmenbedingungen für das vorgeschlagene Projekt.

Die zweite Preisträgerin: Dr. Gaye Tanriöver

Als zweite Preisträgerin wurde die Alzheimer-Forscherin Dr. Gaye Tanriöver von vom Universitätsklinikum Tübingen und dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung im Januar 20121 ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro fließt in ihr Forschungsprojekt „Einzigartiges menschliches Modell zur Untersuchung von Immunzellen im Gehirn“. Das Projekt war vom Wissenschaftlichen Beirat der AFI ausgewählt worden. Dr. Tanriöver untersucht den Zusammenhang zwischen der Alzheimer-Krankheit und den Mikrogliazellen, also den Immunzellen des Gehirns, die die Abfallstoffe beseitigen.

Der erste Preisträger: Dr. Matthias Megges

Als erster Preisträger wurde der Alzheimer-Forscher Dr. Matthias Megges von der Charité – Universitätsmedizin Berlin im Januar 2019 ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro fließt in sein Forschungsprojekt „Entzündungen bei der Alzheimer-Krankheit verhindern“. Das Projekt war vom Wissenschaftlichen Beirat der AFI ausgewählt worden. Dr. Megges beschäftigt sich mit dem körpereigenen Botenstoff Interleukin. Vor allem die Interleukine 12 und 23 könnten einen besonders negativen Einfluss auf das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit haben.

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