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Forschungsförderung 2026: 18 neue Projekte gegen Demenz

Prof. Dr. Claus Pietrzik erforscht neue Ansätze, um überschüssiges Amyloid-beta im Gehirn besser abzutransportieren.
 |  Forschung

Warum geraten bestimmte Proteine im Gehirn aus dem Gleichgewicht – und lässt sich dieser Prozess gezielt stoppen? Weshalb erhöht ein einzelnes Gen wie ApoE4 das Risiko für Alzheimer? Welche Rolle spielen Entzündungen, Virusreste oder Störungen in den „Kraftwerken“ der Nervenzellen bei der Entstehung der Krankheit? Und wie könnten Smartphone-Tests oder moderne Bildgebung dabei helfen, eine Demenz deutlich früher zu erkennen als bisher?

Die neuen Forschungsprojekte der Alzheimer Forschung Initiative (AFI) greifen genau diese Fragen auf. Sie beschäftigen sich mit den Ursachen von Alzheimer, suchen nach Möglichkeiten für eine frühere und zuverlässigere Diagnose und entwickeln neue Ansätze, um der Krankheit vorzubeugen oder sie besser zu behandeln. Während sich manche Projekte auf Prozesse im Gehirn bis auf molekularer Ebene konzentrieren, richten andere den Blick auf die Zeit nach der Diagnose und darauf, wie Menschen mit Demenzerkrankungen besser begleitet werden können.

„Diese Förderrunde ist für uns ein besonderer Meilenstein: Seit Anfang des Jahres fördern wir 18 neue Forschungsprojekte – so viele wie noch nie zuvor. Mit rund 2,45 Millionen Euro ermöglichen wir unabhängige Forschung in einer Breite, die es braucht, um Alzheimer und andere Demenzformen besser zu verstehen.“, erklärt Dr. Anne Pfitzer-Bilsing, Leiterin Wissenschaft bei der AFI.

Diese 18 neuen Projekte fördern wir seit Anfang des Jahres:

Prävention und Therapie:

Dr. Hermann Altmeppen, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf:
Das Prion-Protein als Ziel von Antikörpern in der Alzheimer-Therapie

Prof. Dr. Hilmar Bading, Universität Heidelberg, Interdisziplinares Zentrum für Neurowissenschaft:
Alzheimer-Therapie, indem das Zusammenspiel zweier Proteine gezielt gestoppt wird?

Dr. Róisín McManus, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Bonn:
Mikroglia zurück auf Kurs: Entzündungen bremsen, Alzheimer stoppen

Prof. Dr. Claus Pietrzik, Universitätsmedizin der JGU Mainz
Alzheimer-Therapie durch einen verbesserten Abtransport von überschüssigem Amyloid-beta

Dr. Ayda Rostamzadeh, Uniklink Köln:
Psychotherapie für eine bessere Krankheitsbewältigung nach Alzheimer-Diagnose

Dr. Agnieszka Rybak-Wolf, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin:
Wie beeinflusst das Herpes-simplex-Virus 1 das Apolipoprotein E und somit das Risiko für Alzheimer?

 

Grundlagenforschung:

Dr. Stefan Berghoff und Prof. Dr. Martin Giera, TU München und Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Universität Leiden (LUMC) :
Der Cholesterin- und Fettstoffwechsel als neues Ziel in der Behandlung der Alzheimer-Krankheit

Dr. Sarah Jäkel, TUM Klinikum Rechts der Isar, München:
Die Alzheimer-Krankheit, ApoE4 und welche Rolle Oligodendrozyten spielen

Prof. Dr. Carsten Korth und Prof. Dr. Inge Verberk, Uniklinik Düsseldorf und VUMC Amsterdam:
Die Rolle des Proteins oxMIF bei der sporadischen Alzheimer-Erkrankung

Dr. Lars Paeger, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), München:
Den Hirnstamm mit Energie versorgen und Alzheimer verzögern?

Dr. Nicklas Österlund, Freie Universität Berlin:
Aufklärung der Wirkweise eines molekularen Bodyguards zur Prävention giftiger Proteinablagerungen

Dr. Michelle Vincendeau, Helmholtz Zentrum München, Neuherberg:
Können alte Virusreste eine Alzheimer-Erkrankung auslösen?

Dr. Emile Wogram, Universitätsklinikum Freiburg:
Alzheimer durch defekte Zell-Organellen – ein neuer Blick auf frühe Krankheitsprozesse

 

Diagnostik und Therapie:

Dr. David Berron, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Magdeburg
Smartphone-Tests zur Vorhersage des Alzheimer-Risikos

Dr. Anna Dewenter, Universitätsklinikum der LMU München
Weniger ARIA bei Antikörper-Behandlung durch ein vollautomatisiertes Verfahren zur frühen Diagnostik von CAA

Dr. Timo Klein, Universität Rostock
Steckt hinter einem beeinträchtigten Gang bei Menschen mit MCI eine beeinträchtigte Durchblutung des Gehirns?

Dr. Alexandra Koch, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Bonn
Moderne Bildgebung als neues Werkzeug zur Risikoerkennung von Alzheimer?

Prof. Dr. Alfredo Ramirez und Prof. Dr. Maria Carolina Dalmasso, Uniklinik Köln und CONICET Argentinien
Durch die Aufklärung ethnischer Unterschiede zu gerechteren Diagnostikmethoden

Die AFI ist der größte private Förderer der Alzheimer-Forschung an deutschen Universitäten und öffentlichen Einrichtungen. Insgesamt konnten bislang mehr als 470 Forschungsaktivitäten mit über 20,7 Millionen Euro finanziert werden. Die förderungswürdigen Projekte wurden vom Wissenschaftlichen Beirat der AFI unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Roland Brandt (Universität Osnabrück) zusammen mit den Beiräten der internationalen Kooperationspartner Alzheimer Nederland in den Niederlanden und Fondation Vaincre Alzheimer in Frankreich sowie externen Fachleuten im peer-review ausgewählt.

In kurzen Videos stellen die geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsprojekte selbst vor.


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